Hashimoto – Woran merke ich ob ich einen Schub habe?

Hashimoto - Woran merke ich ob ich einen Schub habe?

Du hast Hashimoto, bist dir aber nicht sicher ob du einen Schub hast oder woran du überhaupt merkst, dass du einen Schub hast?

Dann bist du hier genau richtig!

Zuerst einmal: Keine Sorge, du bist nicht allein! Viele Menschen mit Hashimoto kämpfen mit dieser Unsicherheit und suchen nach klaren Anzeichen dafür, dass ihr Körper einen Schub durchläuft.

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Erkrankung des Immunsystems, eine sogenannte Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Während einem Schub greift das Immunsystem die Schilddrüse sehr stark an, was zu einer Entzündung und zur Zerstörung von Schilddrüsengewebe führt. Durch die Zerstörung wird vorübergehend eine große Menge Schilddrüsenhormone freigesetzt, was zu Symptomen einer Überfunktion führt. Nach dem Schub kommst du durch die Zerstörung des Schilddrüsengewebes in eine Unterfunktion, also einen Mangel an Schilddrüsenhormonen.

Prinzipiell verläuft ein Schub ganz individuell. Hier findest du einige Dinge, die Menschen mit denen ich Kontakt habe/hatte beschrieben haben. Die Liste mag teilweise widersprüchlich klingen. Das liegt daran, dass sowohl Symptome der Schilddrüsenüberfunktion als auch der Schilddrüsenunterfunktion bei einem Schub vorkommen:

  • Herzrasen
  • Nervosität
  • Angstgefühl & Panikattacken
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Schlafstörungen
  • Fieber & Schüttelfrost
  • allgemeines Krankheitsgefühl (Grippe-ähnlich mit Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen)
  • Erschöpfung & Müdigkeit
  • depressive Stimmung
  • Stimmungsschwankungen
  • Brainfog & Konzentrationsschwierigkeiten

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle diese Symptome gleichzeitig auftreten müssen, und dass die Erfahrung eines Schubs von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Wenn du jedoch mehrere dieser Symptome bemerkst ist es wahrscheinlich, dass du einen Schub hast.

Ein Schub kann psychisch sehr belastend für dich sein. Die Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen können einem das Gefühl geben gar nicht man selbst zu sein. Kümmere dich während einem Schub ganz besonders viel um deine mentale Gesundheit und denk dran, du bist nicht allein. Suche dir ruhig Unterstützung bei Freunden, Familie sowie anderen Hashimoto Betroffenen (achte darauf, dass es Menschen sind, die dir Mut machen und dich nicht noch mehr runterziehen) oder such dir professionelle Hilfe.

In meinem nächsten Beitrag erfährst du, was du alles tun kannst, um deinen Schub so schnell es geht wieder loszuwerden.


Mein Beitrag ersetzt nicht eine professionelle medizinische Beratung. Konsultiere bitte immer einen Arzt oder Spezialisten für eine genaue Diagnose und Behandlung.


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