Warum Dankbarkeit glücklich macht?

Warum Dankbarkeit glücklich macht?

Dankbarkeit wird immer wieder als Game-Changer/Life-Changer angepriesen, aber ich höre auch immer wieder Dinge wie:

Kann Dankbarkeit wirklich so einen großen Unterschied machen?

Kann Dankbarkeit glücklich machen?

Was ist, wenn ich nichts habe, wofür ich dankbar sein kann?

Ich war selbst zunächst skeptisch. Ist es nicht irgendwie albern? Wie soll mir das helfen?!

Aber: Man muss es einfach durchziehen, auch wenn man sich doof vorkommt, wenn man “Danke, dass ich ein Dankbarkeitstagebuch anfange” in sein Dankbarkeitstagebuch schreibt, weil einem einfach nichts besseres einfällt. Mit der Zeit hat man Übung und einem fallen mehr Dinge ein. An manchen Tagen könnte ich warhscheinlich ein ganzes Buch schreiben, an anderen Tagen schreibe ich meine “Basics” auf:

“Danke für das Dach über meinem Kopf.”

“Danke für meine Familie.”

“Danke, dass ich dankbar bin.”

Dankbarkeit ist nicht einfach nur ein “Danke”. Es ist eine Einstellung. Das merkt man meiner Meinung nach aber erst nach etwas Übung. Zu Beginn ist es eine Routine, die du dir aneignest und langsam aber sicher zu einer Einstellung wird.

Dankbarkeit bedeutet, Dinge schätzen und anerkennen. Nein, es ist nicht selbstverständlich, dass du an deinem Laptop/Tablet/Smartphone sitzt und diesen Text liest. Dankbarkeit macht dir bewusst, was du hast oder auch kannst.

Neurologisch betrachtet stimuliert Dankbarkeit bestimmte Regionen im Gehirn und fördert die Freisetzung von Serotonin und Dopamin, das sind unsere Glückshormone. Stresshormone werden reduziert. Dankbarkeit ist also mehr als eine Reaktion, es passiert tatsächlich etwas in unserem Körper.

Mittlerweile gibt es auch einige Studien die Belegen, dass Menschen die Dankbarkeit praktizieren ein höheres Maß an Zufriedenheit und Lebensfreude erfahren.

Dankbarkeit trainiert dein Gehirn. Sie fördert positive Denkmuster und hilft dir, Resilienz aufzubauen, also widerstandsfähiger gegenüber stressigen, belastenden und negativen Situationen zu sein.

Durch Dankbarkeit legst du auch in zwischenmenschlichen Beziehungen den Fokus auf das Gute und schaffst es auch mit schwierigen Personen besser umzugehen.

Du wirst auch mit der Zeit merken, dass du sanfter zu dir selbst wirst, dich selbst und dein Leben akzeptierst. Ich denke, Akzeptanz ist der erste Schritt zur Veränderung. Wenn du wirklich etwas ändern möchtest, musst du deinen Startpunkt akzeptieren.

Gerade zu Beginn ist Dankbarkeit oft schwierig. Ich hatte auch meine Startschwierigkeiten. Nimm dir einen Block oder vielleicht ein kleines Notizbuch, das ab sofort dein Dankbarkeitstagebuch ist.

Ich finde es ist hilfreich ein kleines Notizbuch oder Ähnliches zu verwenden. Wenn du dann mal einen Tag hast, an dem dir überhaupt nichts einfällt, blätterst du einfach ein paar Seiten zurück und liest ein paar alte Einträge zur Inspiration.

Nimm dir 5-10 Minuten Zeit und überlege wofür du dankbar bist. Wenn dir überhaupt nichts einfällt, schau dich um, wo du gerade sitzt. Du kannst dankbar für dein Sofa, deine Tasse Tee, die schöne Wandfarbe sein, das Foto mit deiner Tante, das selbstgemalte Bild deines Kindes…

Denke an die letzten Tage, vielleicht hattest du ein schönes Telefonat mit deiner Schwester, jemand hat dir einen lustigen Witz erzählt, der Postbote hat dir einen schönen Tag gewünscht oder du hast beim Einkauf Glück gehabt und die letzte Packung Taschentücher gekauft…

Das Aufschreiben bzw. ein Dankbarkeitstagebuch zu führen ist wahrscheinlich am sinnvollsten. Natürlich kannst du dich auch jeden Morgen oder Abend hinsetzen und nur darüber reflektieren wofür du dankbar bist ohne es aufzuschreiben, aber:

  1. du denkst eher daran, wenn dein Tagebuch schon auf dem Nachttisch auf dich wartet,
  2. man prägt sich Dinge besser ein/sie werden einem bewusster, wenn man sie aufschreibt,
  3. du nimmst dir wirklich Zeit dafür,
  4. du hast Inspiration für schwierige Tage.

Zugegeben von einer Woche Dankbarkeit wirst du nicht auf einmal der glücklichste Mensch auf diesem Planeten. Du merkst vielleicht, dass du dich nach deinem Dankbarkeitsritual positiver und glücklicher fühlst. Das aber nicht den ganzen Tag anhält. Das ist ganz normal.

Dankbarkeit braucht Zeit. Wenn du sie regelmäßig praktizierst, wird sie zu einer Einstellung, die dich langfristig sehr viel glücklicher und ausgeglichener macht.


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Beitragsbild von 6689062 von pixabay


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