Was sind die häufigsten Trigger für Hashimoto-Schübe und wie kannst du sie vermeiden?
Hashimoto ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die oft in Wellen verläuft. (Was Hashimoto genau ist, kannst du hier nachlesen.) Während es Zeiten gibt, in denen du dich stabil fühlst, können plötzlich Symptome wie extreme Müdigkeit, Brain Fog oder Gelenkschmerzen auftreten – ein sogenannter Hashimoto-Schub. Hier erfährst du die 5 häufigsten Ursachen für Hashimoto-Schübe und einfache Lösungen.
Häufige Auslöser für Hashimoto-Schübe und wie du sie vermeidest
Stress
Stress ist einer der größten Trigger für Hashimoto-Schübe. Er erhöht die Ausschüttung von Cortisol, was Entzündungen im Körper fördern und somit einen Schub auslösen kann. Besonders Dauerstress, egal ob er durch Arbeit, Familie oder emotionale Belastungen ausgelöst wird, kann dazu führen, dass dein Immunsystem überreagiert und ein Schub ausgelöst wird.
Was hilft?
- Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen
- Mehr Pausen im Alltag einplanen
- Prioritäten setzen und auch mal „Nein“ sagen
Ernährung
Nahrungsmittel können eine entscheidende Rolle spielen. Wenn du Lebensmittel isst, die du nicht gut verträgst, stresst das deinen Körper und er reagiert sofort darauf. Besonders Gluten, Milchprodukte oder stark verarbeitete Lebensmittel können Entzündungen im Körper fördern, auch wenn du nicht direkt eine Unverträglichkeit hast.
Was hilft?
- Eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen. Hier findest du mehr Infos zur entzündungshemmenden Ernährung.
- Das Führen eines Ernährungstagebuchs, um individuelle Unverträglichkeiten herauszufinden
- Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel und künstliche Zusatzstoffe
- Ein gesunder Darm. Mehr zu Hashimoto und die Verbindung zum Darm kannst du hier nachlesen.
Hormonelle Schwankungen
Viele Frauen berichten, dass ihre Hashimoto-Symptome in bestimmten Lebensphasen schlimmer werden. Zum Beispiel während der Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder sogar in der zweiten Zyklushälfte. Hormonelle Veränderungen können direkte Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion haben.
Was hilft?
- Den eigenen Zyklus beobachten und Anpassungen in Ernährung und Lifestyle vornehmen
- Stress reduzieren, da er das hormonelle Gleichgewicht beeinflusst
- Mit dem Arzt besprechen, ob eine Anpassung der Medikation nötig ist
Nährstoffmängel
Hashimoto-Betroffene haben oft Mängel an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D, Selen, Eisen oder Magnesium. Diese sind jedoch essentiell für die Schilddrüse und das Immunsystem.
Was hilft?
- Regelmäßige Blutuntersuchungen
- Eine gezielte Supplementierung nach ärztlicher Rücksprache
- Eine nährstoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse, Nüssen und Samen
- Ein gesunder Darm, da er, wenn er gesund ist, Nährstoffe besser aufnehmen kann.
Schlechte Schlafqualität
Während wir schlafen, kann sich unser Körper regenerieren. Schlechter Schlaf kann Entzündungen im Körper verstärken und sich negativ auf die Schilddrüsenhormone auswirken. Viele Betroffene schlafen schlecht ein oder durch, was wiederum zu Erschöpfung und verstärkten Symptomen führen kann.
Was hilft?
- Eine feste Abendroutine etablieren
- Elektronische Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen meiden
- Ein dunkles, kühles Schlafzimmer für bessere Schlafqualität
Hashimoto-Schübe lassen sich nicht immer vermeiden
Aber du kannst aktiv dazu beitragen, sie seltener und weniger intensiv werden zu lassen. Wenn du deine Auslöser kennst, kannst du sie besser meiden. Bei mir ist z. B. Stress der größte Trigger für die Schübe. Also achte ich mehr auf kleine Pausen und Entspannungsübungen zwischendurch.
Ein Schub lässt sich nicht immer verhindern, aber wenn du in den oben genannten Punkten mehr auf dich achtest, kannst du sicherlich einige Schübe verhindern und wirst sie schneller los, falls doch einer kommt.
💬 Hast du deine persönlichen Hashimoto-Trigger schon erkannt? Oder kämpfst du noch damit? Was sind deine Auslöser? Schreibe mir gerne in die Kommentare!
Dieser Beitrag basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und Recherchen. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Bitte konsultiere einen Arzt oder Spezialisten für eine genaue Diagnose und Behandlung.
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