Meditation für Anfänger: Stressbewältigung, Gesundheit und mehr

Meditation für Anfänger

Meditation ist eine uralte Praxis, die in den letzten Jahren wieder verstärkte Aufmerksamkeit erlangt hat. Der Einstieg in die Meditation kann für Anfänger sehr überfordernd sein. Wie fange ich damit an? Was ist meditieren eigentlich? Ich schweife immer wieder ab..

Ein guter Startpunkt für Anfänger ist zuerst mal das Atmen. Setze dich an einen ruhigen Ort und konzentriere dich auf deine Atmung. Dazu kannst du erst ein paar mal tief ein und ausatmen. Es kann helfen, eine Hand auf den Bauch oder die Brust zu legen, um die Bewegung zu spüren.

Versuche deine Gedanken zu beruhigen. Wenn ein Gedanke auftaucht, nimm ihn einfach wahr und lass ihn los. Es ist okay und völlig normal dass du denkst. Aber halte nicht daran fest und denke immer weiter darüber nach, sondern lasse deinen Gedanken weiterziehen. Fange hier mit ein paar Minuten an und sei sanft mit dir. Du bist es gewohnt einfach “vor dich hinzudenken”. Hier lernst du, achtsam zu sein.

Die Achtsamkeitsmeditation, eine Form der Meditation, die auf bewusster Wahrnehmung basiertsie ist ideal für Anfänger.

Stress kann ein effektives Mittel zur Stressbewältigung sein. Durch Meditation lernst du dich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, du konzentrierst dich z.B. auf deinen Atem oder deinen Körper. Dieser Fokus hilft dir, dich zu beruhigen und sozusagen etwas Abstand von deinen Gedanken zu bekommen.

Mit ein bisschen Übung wirst du dann in stressigen Situationen schon bevor du dich aufregst merken, dass dein Körper gerade Stress hat. Du kannst früh “eingreifen” und deine Stressreaktion im Körper herunterregulieren, sodass du gar nicht erst so gestresst wirst wie früher.

Durch Meditation lernst du Dinge anzunehmen, wie sie sind. Natürlich ist es nach wie vor doof, wenn dir jemand den letzten freien Parkplatz wegnimmt, du dir den Fuß brichst, deinen Job verlierst und noch ganz andere Dinge. Aber du lernst durch Meditation, dass Akzeptanz ein wichtiger Schritt ist, um stressige Situationen zu bewältigen. 

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass uns manche Schicksalsschläge unmöglich zu akzeptieren erscheinen und wir sie manchmal auch gar nicht akzeptieren wollen. Aber durch Meditation ist es mir sehr viel leichter gefallen mit solchen Dingen umzugehen und ich bin sicher, dass Meditation jedem helfen kann auch mit extrem belastenden Situationen besser umzugehen.

Die gesundheitlichen Vorteile der Meditation sind vielfältig. Von einer besseren Schlafqualität bis zur Förderung der mentalen Gesundheit –  Meditation ist ein Game-Changer!

Wenn du Probleme beim Einschlafen oder Schlafstörungen hast, kann dir regelmäßiges Meditieren am Abend helfen dich zu beruhigen und herunterzufahren. Das sorgt nicht nur dafür, dass du schneller einschläfst, sondern auch durchschläfst oder zumindest dein nächtliches aufwachen reduziert.

Es kann auch sein, dass du durch Meditation bewusster träumst. Träume sind für uns wichtig, um erlebtes zu verarbeiten. Wenn du Dinge in deinen Träumen besser verarbeitest, fühlst du dich morgens ausgeruht und bereit für deinen Tag.

Meditation ist der Stresskiller schlechthin. Was natürlich auch für deine mentale Gesundheit extrem wichtig ist. Wer nur gestresst ist, der schadet seiner mentalen Gesundheit.

Durch Achtsamkeitsmeditationen und das Lernen von Akzeptanz kannst du besser mit Angst umgehen und deine depressiven Gedanken durchbrechen und einen positiven mentalen Zustand fördern. 

Die richtige Musik kann die Meditationspraxis vertiefen und die falsche kann dich unnötig ablenken und stressen.

Bei Meditationsmusik würde ich darauf achten, dass es nicht “zu viel” ist. Ein Regenwald mit Vögeln, Fröschen, Grillen, Regen, Flussgeplätscher und Klaviermusik war mir persönlich am Anfang zu viel und ich habe mich darauf konzentriert was ich da alles im Hintergrund höre. 😂🙈 

Ein monotoner Regen oder Flugzeugrauschen ist für viele eine gute Option. Du kannst es natürlich auch komplett ohne Musik/Geräusche versuchen. Die Wahl der Musik ist natürlich etwas ganz individuelles. Am besten testest du verschiedene Sachen aus und schaust, was bei dir am besten funktioniert.

Für geführte Meditationen, also Meditationen bei denen dir erzählt wird was du tun sollst (z.B. tief atmen, an etwas denken wofür du dankbar bist), sind meiner Meinung nach sehr gut für Anfänger. Du wirst durch den Sprecher immer wieder zurück zur Meditation geholt auch wenn deine Gedanken abschweifen.

Die bekanntesten deutschen Meditationsapp sind wohl Headspace und Calm. Mein Favorit ist Simple Habit, die aber leider nur auf englisch verfügbar ist.

Bestimmte Tools musst du nicht unbedingt haben. Manche empfehlen ein Meditationskissen oder eine Meditationsbank. Für mich reicht auch mein Sofa oder der Fußboden und ein Kissen. 😊

Duftkerzen und ätherische Öle sind auch optional. Düfte wie Lavendel, Kamille und Sandelholz wirken sehr beruhigend.

Aber wie integriere ich Meditation in meinen Alltag? Ich habe so schon keine Zeit?!

Meditation heißt nicht, dass du stundenlang still sitzen musst. Sie lässt sich sehr gut auch in den hektischen Alltag integrieren. Denk immer dran: Meditation kann eine lebensverändernde Gewohnheit sein, sie wirkt sich positiv auf deinen Körper und Geist aus. Hier ein paar Tipps wie du Meditation in deinen Alltag integrieren kannst.

Morgenroutine.5 Minuten am Morgen können deinen ganzen Tag verändern. Stehe 5 Minuten früher auf für eine kleine Meditation um positiv in deinen Tag zu starten.

Du kannst achtsam essen. Nimm dir einen Moment bevor du isst, rieche dein Essen bewusst ein. Konzentriere dich beim Essen darauf was du schmecken kannst. Ja, auch das ist eine Art der Meditation.

Atemübungen. Nichts ist leichter als ein paar Atemübungen am Tag einzubauen um sofort ein bisschen Stress abzubauen und deine Konzentration zu steigern. Nimm einfach einen tiefen Atemzug und atme langsam wieder aus.

Lade eine Meditationsapp auf dein Handy. Nutze z.B. deine Mittagspause (und wenn du dich dafür mit Kopfhörern ins Auto setzt) und mache eine kleine geführte Meditation.

Einschlafmeditation. Gehe 5 Minuten früher ins Bett und höre eine Einschlafmeditation.

Es gibt sicherlich noch viele andere Möglichkeiten Meditation in den Alltag zu integrieren. Teile deine Ideen dazu gerne in den Kommentaren.


Meditation für Anfänger ist nicht leicht. Aber du wirst merken, dass du mit jedem Mal besser darin wirst und sich dein ganzes Leben durch Meditation wirklich verändern kann

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Beitragsbild von NicoBorie von pixabay

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