Self-Care ist in aller Munde. Überall hört man, wie wichtig Self-Care ist und dass man sich selbst nicht vernachlässigen sollte. Aber wie geht Self-Care eigentlich und was kann ich tun um mir selbst etwas gutes zu tun?
Was ist Self-Care?
Self-Care ist englisch und bedeutet, sich um sich selbst zu kümmern, sich Zeit zu nehmen und sich selbst mal an erste Stelle zu stellen. Klingt das für dich egoistisch? Dann lies weiter! 😉
Ist Self-Care egoistisch?
Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema Self-Care auseinanderzusetzen, erschien mir das Konzept ziemlich egoistisch. Um mich selbst kümmern, mich an erste Stelle stellen, Dinge nur für mich selbst tun… Das fühlte sich irgendwie nicht richtig an.
Was mir sehr geholfen hat zu verstehen wie wichtig Self-Care ist:
Warst du schon einmal bei der Sicherheitseinweisung im Flugzeug dabei? Wenn die Stewardess erklärt, was du im Notfall tun musst, sagt sie, dass du zuerst dir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen sollst und dann den anderen helfen sollst.
Logisch, wenn dir selbst der Sauerstoff ausgeht, kannst du anderen nicht mehr helfen!
Natürlich scheint es im normalen Alltag erstmal nicht so gravierend. Dir wird nicht der Sauerstoff ausgehen, wenn du keine Self-Care machst. Aber die Kraft/Motivation/Freude/… kann dir sehr wohl verloren gehen. Sich ein paar Minuten am Tag Zeit nehmen, reicht oft schon aus um ein bisschen runterzufahren und neue Kraft zu tanken.
Self-Care kostet unnötig Zeit
Nein, du musst nicht jeden Morgen als erstes 1h meditieren, dann ein Power-Cardio Training machen und danach perfekt und glücklich um 6 Uhr in den Tag starten. 😂
Self-Care muss nicht perfekt sein und du wirst sicher nicht jeden Tag mehrere Stunden Zeit dafür finden. Gerade am Anfang hat man das Gefühl, dass man dafür sowieso keine Zeit hat. Aber keine Self-Care kostet unnötig Nerven und Energie. 😉
Fang deshalb klein an. 5 Minuten am Tag wirst du schon finden und wenn du nur während dem Duschen oder dem Toilettengang ein bisschen Self-Care einbaust.
Wie geht Self-Care?
Self-Care ist etwas individuelles. Was mir gut tut, ist für dich vielleicht nur lästig oder nicht umsetzbar. Du solltest verschiedene Sachen austesten und Methoden finden, die für dich persönlich gut funktionieren.
Self-Care sind zum einen Dinge, die du aktiv tust, zum anderen sind es Eigenschaften, die du dir aneignen solltest. Beides erfüllt natürlich den Zweck, dass es dir gut geht.
Hier ein paar Beispiele für Self-Care:
Nein sagen und Grenzen setzen! Wenn du ein sogenannter People-Pleaser bist, wird es Zeit dir das Wort “Nein” anzugewöhnen. Wer immer nur versucht, allen anderen Recht zu machen, macht sich selbst auf Dauer unglücklich. Nein sagen und Grenzen setzen ist nicht leicht, aber wichtig. Wenn du ausgelaugt bist, weil du alles für jeden tust, hast du irgendwann nicht mehr die Kraft für die wichtigen Dinge.
Dankbar sein! Ich hätte zu Beginn meiner Reise nicht gedacht, dass Dankbarkeit so viel verändern kann. Aber sie ist ein wahrer Game-Changer. Wenn es dir schwerfällt, Dinge aufzulisten für die du dankbar sein kannst, fang mit simplen Dingen an, die du vielleicht als selbstverständlich betrachtest. Du kannst dankbar sein für das Dach über deinem Kopf, deinen Partner, deine Kinder, eine Tasse Tee, deine Arbeit, deinen Atemzug, deinen Wunsch etwas zu ändern…
“Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.”
- George Herbert Morrison
Sei kreativ! Ich halte mich selbst für ziemlich unkreativ und hatte hiermit meine Schwierigkeiten. Aber kreativ sein bedeutet sehr viel mehr als man denkt. Du kannst zeichnen, malen, basteln, töpfern, häkeln, stricken, sticken, singen, tanzen, ein Instrument spielen, kochen, backen, gärtnern, schreiben… Die Liste ist unendlich lang. Probier einfach ein paar Sachen aus. Hier geht es um Spaß, runterfahren und loslassen.
Für mich ist schreiben eine gute Möglichkeit kreativ zu sein und hat noch einen weiteren Nutzen. Schreiben macht den Kopf frei. Wenn dich etwas sehr beschäftigt, schreib es einfach raus. Ruhig auch ohne Punkt und Komma, einfach so wie es kommt.
Beweg dich! Dein Körper braucht Bewegung, er hat keine Lust rumzusitzen. Du musst keinen Hochleistungssport machen, ein einfacher Spaziergang reicht schon aus. (Im Idealfall in der Natur, aber das ist kein Muss.) Mit Yoga kannst du auch als total unsportlicher Mensch mühelos etwas Bewegung bekommen.
Gesunde Ernährung. Dein Körper ist auf deiner Seite und versucht alles, um dich gesund zu halten. Glaubst du nicht? Hast du dir schon mal in den Finger geschnitten und nach ein paar Tagen war deine Haut wieder wie neu? Dein Körper möchte dich gesund und glücklich halten und tut alles dafür. Gib ihm die Nährstoffe, die er dafür braucht und nimm dir Zeit für deine Mahlzeiten. Ein paar Hashimoto-freundliche Rezepte findest du hier auf meinem Blog (AIP und Paleo Rezepte sind in der Regel Hashimoto-freundlich).
Familie und Freunde. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, sonst gehen wir ein. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und die dich aufbauen. Menschen, die dich runterziehen, verängstigen und unter Druck setzen, solltest du meiden. Hier möchte ich auch noch einmal an den Punkt: „Nein sagen und Grenzen setzen“ verweisen. Eine gute und gesunde Beziehung zu einem anderen Menschen beruht nicht darauf, dass du immer für ihn springst. Ein Nein oder eine neue Grenze zu ziehen wird deine Beziehungen nicht auf die Probe stellen.
Stressbewältigung. Stress ist bei Hashimoto ein großes Thema. Er kann Schübe auslösen und dafür sorgen, dass dein Körper nicht wieder runterfährt und der Schub einfach nicht aufhören will.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Wenn du merkst, dass dein Puls steigt und nervös wirst oder dich aufregst, nimm einen tiefen und langsamen Atemzug durch die Nase ein und den Mund wieder aus. Das beruhigt und meistens sieht die Welt danach schon etwas weniger schlimm aus.
Um langfristig Resilienz aufzubauen, hilft Meditation ungemein. Resilienz bedeutet, dass du nicht sofort auf 180 bist, wenn etwas Stressiges passiert. Du bleibst ruhiger und bist in der Lage, besser mit der Situation umzugehen.
Wie geht also Self-Care?
- Kümmere dich um dich selbst! Das ist nicht egoistisch, das ist essentiell
- Nein sagen und Grenzen setzen
- Sei dankbar
- Finde ein kreatives Hobby
- Bewege dich regelmäßig
- Unterstütze deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen
- Du brauchst gesunde, soziale Kontakte
- Stressbewältigung
Wie bereits erwähnt ist Self-Care ein individuelles Thema. Die oben genannten Punkte sind meiner Meinung nach sehr wichtig, aber sicher nicht vollständig.
Meine Favoriten sind ein warmes Bad, eine Tasse Tee und ein gutes Buch, Yoga, Schreiben, Meditation, Dankbarkeitstagebuch.
Was sind deine Lieblings-Self-Care Aktivitäten? Schreibe mir gerne in die Kommentare.
Wenn du möchtest, kannst du an meiner kostenlosen Self-Care Challenge teilnehmen. Alles was du tun musst, ist dich im Kontaktformular anzumelden und los geht’s!

3 Gedanken zu „Wie geht Self-Care?“