Wenn es nur noch bergab geht – Reflektieren und Anpassen!

Reflektieren Anpassen

Da stellt man sein ganzes Leben um, damit es einem endlich besser geht und zu Beginn merkt man vielleicht eine Besserung, aber dann ist alles gefühlt wieder beim alten. Oder es hat sich überhaupt nichts verändert und dein Körper rebelliert immer noch ständig. Die Symptome werden gar nicht erst besser oder kommen immer wieder und das ist einfach nur frustrierend! Und ein Zeichen, dass es höchste Zeit ist zum Reflektieren und Anpassen!

Zu Beginn möchte ich sagen, dass es auch eine ganze Weile dauern kann bis es dir und deinem Körper besser geht. Dein Körper kann nicht in ein paar Tagen oder Wochen die Schäden von Monaten, Jahren oder sogar Jahrzehnten wieder gut machen!

Aber wenn du geduldig warst und du auch nach Monaten noch keine Besserung merkst oder es dir sogar schlimmer geht, möchte dir dein Körper damit vielleicht sagen, dass ihm irgendetwas nicht passt!

Was dein Körper dir eigentlich versucht zu sagen.*

Reflektieren und Anpassen

Ich habe, wie du vielleicht schon weißt, mit dem Autoimmunprotokoll (AIP) angefangen (mehr dazu findest du hier) und mir ging es innerhalb von einer Woche schon sehr viel besser, das hat mich unheimlich gepusht. Ich war überglücklich! Und ich dachte ich bin mein Hashimoto in ein paar Monaten los und reiße gleich im Anschluss die Weltherrschaft an mich. 😈😄😄 (Nicht ganz so schlimm, aber ich dachte ich wäre innerhalb kürzester Zeit wieder ein “ganz normal” funktionierender und lebender Mensch).

Nach ein paar Monaten ging es mir dann wieder deutlich schlechter, zwar immer noch um einiges besser als vor dem AIP, aber trotzdem schlechter. Und ich fühlte mich ziemlich hilflos und verzweifelt. Ich hatte ja nichts falsch gemacht!

Da ich, zum Glück, kein Mensch bin der sich lange seiner Verzweiflung hingibt, habe ich mich hingesetzt, recherchiert und reflektiert. Und ich rate dir das Gleiche.

Stelle dir die folgenden Fragen:
  • Was tue ich aktiv jeden Tag für meine Gesundheit?
  • Welche Möglichkeiten gibt es noch und welche davon kann ich in meinen Alltag integrieren?
  • Was tue ich, was meiner Gesundheit schadet und schaffe ich es diese Dinge sein zu lassen?

Ehrlich zu sich selbst zu sein ist hier das Schwierigste und das Wichtigste. Nimm dir Stift und Papier und schreibe ehrliche Antworten auf alle Fragen auf, auch wenn es dir zum Teil widerstrebt. Es ist erstaunlich wie viel wir wissen und wie gut wir uns selbst helfen können! 😉

Die Kurzfassung meiner Antworten:

Ich habe zwar Ernährung super hingekriegt, aber kaum etwas für mich getan. Keine Stressbewältigung, keine Pausen für mich, keine Zeit um zur Ruhe zu kommen… Ich dachte Self-Care sei egoistisch.

Ich habe mir dann eine lange Liste mit Self-Care Aktivitäten geschrieben. Und mir vorgenommen jeden Tag ein Teil davon zu erledigen und jeden Tag zu meditieren um meinen Stress herunterzufahren. Dadurch wurde ich viel stressresistenter und es ging mir tatsächlich mit der Zeit wieder besser.

Nimm dir also ruhig mal eine Viertelstunde Zeit um über dich und alles was du tust und tun kannst zu reflektieren und dann siehst du, wie du deine Vorgehensweise anpassen kannst.

Nur weil etwas am Anfang funktioniert hat, heißt es nicht, dass es immer funktioniert! Unser Körper verändert sich ständig und somit auch seine Bedürfnisse.


Es ist sehr wichtig, dass du regelmäßig und bei gesundheitlichen Problemen zum Arzt gehst und dass deine Medikamente richtig eingestellt sind. Mein Beitrag ersetzt nicht eine professionelle medizinische Beratung. Konsultiere bitte immer einen Arzt oder Spezialisten für eine genaue Diagnose und Behandlung.


*”pivot” bedeutet etwas schwenken, drehen oder anpassen

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