chronisch bergauf ist zurück

chronisch bergauf ist zurück

Chronisch bergauf und ich sind wieder zurück. 🤗

Sehr lange war es hier sehr ruhig. Nicht, weil mir chronisch bergauf weniger wichtig geworden ist, ganz im Gegenteil.

Es ist einfach sehr viel passiert.

Ich habe ein Baby bekommen. Und plötzlich hat sich mein ganzes Leben verändert.

Mein Fokus lag zu 100 % auf meinem Baby. Die ersten Monate waren wunderschön, aber natürlich auch intensiv. Ein Baby braucht unglaublich viel Aufmerksamkeit, Nähe und Energie. Und ehrlich gesagt war da wenig Raum für vieles andere.

Jetzt ist mein Kleinling schon über ein halbes Jahr alt und ich merke immer mehr: Ich vermisse chronisch bergauf.

Dieses Projekt liegt mir einfach unglaublich am Herzen.

Ich weiß noch genau, wie ich mich nach meiner Hashimoto-Diagnose gefühlt habe. Ich war erschöpft, verzweifelt und hatte das Gefühl, dass es keine wirklichen Möglichkeiten gibt, etwas zu verändern.

Genau deshalb habe ich chronisch bergauf ja gestartet. Weil ich anderen Menschen zeigen möchte: Man ist seiner Erkrankung nicht komplett ausgeliefert.

Autoimmunerkrankungen verschwinden nicht einfach. Aber es gibt Möglichkeiten, die eigene Lebensqualität zu unterstützen und sich wieder gut zu fühlen.

Gerade jetzt mit Baby merke ich noch einmal ganz deutlich, wie schwierig das manchmal sein kann.

Sich um die eigene Gesundheit zu kümmern, wenn man müde ist, wenig Zeit hat und jemand anderes einen dringend braucht, ist eine echte Herausforderung.

Aber genau deshalb möchte ich weitermachen.

Auch, weil chronisch bergauf mich selbst immer wieder daran erinnert, mich um mich selbst zu kümmern.

Perfekt läuft es auch bei mir nicht.
In der Schwangerschaft hab ich zum Beispiel wieder angefangen Milchprodukte zu essen. Darauf habe ich sehr lange verzichtet.

Ich hatte unglaublich große Lust darauf und habe für mich keine negativen Auswirkungen bemerkt. Vielleicht hat mein Körper das gerade einfach gebraucht und das ist okay.

Gluten ist für mich dagegen weiterhin strikt gestrichen, weil ich weiß, dass mein Körper stark reagiert.

Und glaubt mir: Ich wurde in der Schwangerschaft getestet. 😄

Ich hätte gefühlt alles für einen richtig guten Donut gegeben.

Das Problem: Glutenfreie Donuts sind leider oft nicht das Gleiche. Ich wollte diesen richtig fettigen, klebrigen Donut und nicht einen der mehr nach Kuchen schmeckt als nach Donut. 😂

Mein schwangeres Ich wollte aber auch unbedingt einen Spülmaschinentab essen.

Und ich dachte mir: Wenn ich es schaffe, den Spülmaschinentab nicht zu essen, dann schaffe ich es auch, keinen Donut zu essen.

Und es hat geklappt.

Was ich damit sagen möchte:

Gesundheit bedeutet nicht Perfektion.

Es geht nicht darum, immer alles perfekt umzusetzen. Es geht darum, herauszufinden, was einem selbst guttut und was im eigenen Leben umsetzbar ist.

Manchmal sind es große Veränderungen. Manchmal sind es kleine Schritte.

Und manchmal bedeutet Selbstfürsorge auch einfach, sich daran zu erinnern, dass man selbst ebenfalls wichtig ist.

Ich freue mich sehr darauf, chronisch bergauf wieder mit Leben zu füllen.

Ich möchte weiterhin Wissen teilen, Möglichkeiten aufzeigen und eine Unterstützung für Menschen mit Hashimoto und anderen Autoimmunerkrankungen sein.

Nicht mit der Botschaft: „Du musst alles ändern.“

Sondern mit der Botschaft:

Du kannst etwas tun. Schritt für Schritt. Auf deine Art.

Schön, dass du hier bist. 🍀

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